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Der neue Film
„Ich bin da “
Keine Angst vor der Angst.
Hat Helenas Leben einen Sinn? Helena, die fünfzehnjährige Tochter von
Veronika Kisling, leidet seit Geburt an einer seltenen Krankheit, eine
Tuberösen Sklerose. Der medizinische Befund: Genetisch bedingte
Stoffwechselerkrankung mit hirnphysiologisch irreparablen Schäden und mit
niederschmetternd schlechten Prognosen.
Der Mutter wurde geraten, das Schicksal zu akzeptieren und sich wenig
Hoffnungen zu machen. Daraus hat sich eine Negativspirale entwickelt, deren
Folge es war, dass Veronika Kisling immer mehr nur auf die Auffälligkeiten
ihrer Tochter reagierte und kaum mehr in der Lage war zu agieren, um dem
vorhergesagt Unvermeidlichen eine andere Wende zu geben. Ein Leben zwischen
Angst, Hilflosigkeit, Überforderung und Ohnmacht. Helena reagierte in der
Folge mit zunehmender Verunsicherung und massiven Aggressionen. Es drohte
die Einweisung in die Psychiatrische Klinik mit entsprechend medikamentösem
Programm.
Die drohende Einweisung mobilisierte Veronika Kisling. Sie fand eine
therapeutische Gemeinschaft, die sich von den Erkenntnissen der humanistischen
Psychologie leiten lässt. Diese sucht die Schuld an den massiven
Verhaltensstörungen nicht in der genetischen Programmierung, sondern
vermutet eine Instanz im Menschen, aus der heraus dieser, auch wenn er eine
schwere Behinderung hat, die Kraft finden kann, diesen Einflüssen entgegen
zu wirken. Selbstintegration im Sinne von Selbstkonstituierung. Diese
Erfahrung brachte die Wende. Für Veronika Kisling bedeutete es, ihrer
Tochter intensiv und absolut auf Augenhöhe zu begegnen und sie entsprechend
zu fordern. Rückblickend sah sie es so: Helenas Ausbrüche waren Ausdruck
eines einzigen ‚Bitte Mutter, begegnet mir als Menschen‘. Beziehung bringt
Entwicklung, sollte von nun an ihr Leitsatz werden.
Veronika Kisling verfolgt seither zäh diesen Weg. Auch dieser ist schwierig.
Aber er ist gesäumt von Hoffnung und Perspektiven. Helena braucht zwar nach
wie vor intensive Betreuung, zeigt gelegentlich stark autistische Züge,
spricht kaum, ist intellektuell retardiert und leidet noch immer unter
epileptischen Anfällen. Sie ist aber entschieden ausgeglichener als früher.
Die Umgebung erlebt sie als lebenslustige und willensstarke junge Frau.
Wie lebt man mit einem behinderten Kind? Überträgt sich diese Behinderung
auf einen selbst? Wie kann dies verhindert werden? Davon handelt dieser
Film, indem er die Geschichte von Veronika und Helena erzählt. Auch davon,
dass Aufgeben keine Lösung ist.
Und so beantwortet sich durch die Hintertür die anfänglich gestellte
Sinnfrage. Indem der Film anregt, jene Angst zu verlieren, die einen daran
hindert, genauer hinzuschauen, nämlich auf das, was Menschen mit einer
geistigen Behinderung selbst geben können. Damit die Überwindung der Angst
den Weg öffnet zur Kraft uneigenütziger Liebe, dem Urgrund allen Seins (Projektbeschrieb)
(Bruno Moll)
( YouTube Teaser zum Film "Ich bin da").
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